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Dresden. Der Wasserverbrauch in der Landwirtschaft wird nach Ansicht von Agrarminister Steffen Flath (CDU) in den kommenden Jahren steigen.
"Aufgrund des Klimawandels wird die Beregnungsfläche vor allem in Nord- und
Mittelsachsen zunehmen", sagte Flath. Fraglich sei allerdings, ob zukünftig
der Anbau von Getreide, Raps oder Ackerfutter mit zusätzlicher Beregnung
rentabel betrieben werden könne. Wassersparende Anbaumethoden, wie etwa
Mulchsaat, werden laut Flath an Bedeutung gewinnen. "Obwohl Sachsen auf
diesem Gebiet Vorreiter ist, gibt es noch Steigerungsmöglichkeiten", sagte
Flath. Derzeit werden in Sachsen rund 27 Prozent der Ackerbaufläche - knapp
200 000 Hektar - besonders bodenschonend und damit wassersparend
bewirtschaftet. Das ist doppelt soviel wie noch vor vier Jahren. In Sachsen
wird die bodenschonende Bearbeitung der Ackerflächen mit 42 Euro pro Hektar
gefördert. Laut Klimaprognosen des Landesamtes für Umwelt und Geologie wird in den kommenden 50 Jahren die durchschnittliche Jahrestemperatur um etwa 1,5 bis zwei Grad Celsius steigen. Demgegenüber werden die Niederschläge in der Vegetationszeit insbesondere in Nord- und Ostsachsen um durchschnittlich 30 Prozent zurückgehen. Wie das Statistische Landesamt Kamenz mitteilte, wurden im Jahr 2002 rund 2,1 Millionen Kubikmeter Wasser für den Acker-, Garten- und Dauerkulturbau benötigt. Insgesamt wurden 2 306 Hektar bewässert. Knapp zwei Drittel dieser Fläche waren mit gärtnerischen und ein Drittel mit landwirtschaftlichen Kulturen bebaut. Der Rest betraf den Obst- und Weinbau (Dauerkulturen). (28.6.04) |
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